Vollständiger Schadenersatz nach dem Unfall !?

Wurde vom Versicherer alles ersetzt?

Vollkaskoversicherungsprämie

Für den Fall eine völligen Zerstörung des versicherten Gegenstandes (Wagniswegfall) regelt § 6a AKB (verschiedener Versicherungsgesellschaften), daß den Versicherern der Beitrag für das laufende Versicherungsjahr oder die vereinfachte kürzere Vertragsdauer gebührt.

Obwohl der Geschädigte diese Prämie bereits gezahlt hat, findet auf Grund der Regelungen in den AKB keine Rückerstattung statt.

Da der Geschädigte unfallbedingt die geleistete Versicherungsprämie nicht mehr nutzen kann, hat er einen entsprechenden Ersatzanspruch.

Hinsichtlich dieser Schadensersatzposition ist zu berücksichtigen, daß es sich um eine bevorrechtigte Position nach dem Quotenvorrecht handelt. Eine Regulierung hat selbst im Fall eines Mitverschuldens ohne Zugrundelegung einer Haftungsquote zu erfolgen.

Rückstufungsschaden in der Kaskoversicherung

Bei Abrechnung des Schadens über die eigene Vollkaskoversicherung muß der Verunfallte mit einer Prämienmehrbelastung in den kommenden Jahren rechnen.

Ein Anspruch auf Ersatz der Mehrbelastung in Form höherer Prämien besteht, wenn dem Schädiger die Inanspruchnahme der Vollkaskoversicherung zu Finanzierungszwecken angekündigt wurde, dieser also die Gelegenheit des Schadensausgleich hatte und dennoch keine Zahlungen leistete.

Dabei ist zu beachten, daß die Prämienmehrbelastung regelmäßig einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren betrifft, die Schadensposition aber jährlich fällig wird.

Zum einen möchten die Versicherungsgesellschaften die Unfallakte zum Abschluß bringen, zum anderen ist es auch dem Geschädigten nicht zuzumuten, eine jährliche Abrechnung durchzuführen. Aus diesen Gründen wird häufig der gegnerischen Versicherung die pauschale Abgeltung des Rückstufungßchadens angeboten. In ständiger Praxis und im Erledigungsintereße – Rabattverlust für 5 Jahre z.B. 698,70 EUR x 60 %. Der Abzug ist mit der Ungewißheit der Vertragsentwicklung begründet.

 

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